Mittwoch, 6. April 2016

Unterstützung?

"Tse, tse, tse", machte Landwehr. "Da besorgt Ihnen der Käptn Unterstützung und dann ist es auch nicht recht."
"Es ist nicht so, dass mein Vorgesetzter es mir nicht recht machen kann..."
"Ach?"
"Na gut, vielleicht bin ich wirklich zickig inzwischen. Ein halbes Jahr lang ignoriert man meine Warnungen, und jetzt sollte ich dankbar sein, dass er mir einen Assistenten zuteilt. Aber Wabbi Wolli ist nun nicht gerade eine Leuchte und ich vermute, dass er ihn mir zugeteilt hat, damit er in der Putzkolonne nicht noch mehr Unheil anrichten kann."
"Ein Terrorist?"
"Eher Volltrottel. Und da er 120 Kilo wiegt, reißt jeder seiner Fehltritte gleich ein riesengroßes Loch. Er könnte durch eine gut gemeinte Handbewegung mehr Schaden anrichten als der Saboteur, als er mein Labor samt mir in die Luft gesprengt hat."
"Sind Sie ganz, ganz sicher in Ihrer Einschätzung? Geben Sie dem jungen Mann doch eine Chance. Er wird zumindest dankbar dafür sein."
"Falls er die Chance überhaupt bemerkt."
"Depressiv?"
"Jammerlappen."
"Diese medizinische Diagnose ist mir unbekannt."
"Ist das nicht eine Ihrer höchsteigenen Lieblingsdiagnosen? Oder hat Ihnen Frau Dr. Song inzwischen Ihr Menschenbild umgebaut?"
"Tatsächlich kenne ich mich inzwischen bestens mit der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist aus. Das Leben auf einem Raumschiff bekommt nicht jedem so gut wie mir."
"Ach, geben Sie es zu: Sie halten das auch nur aus, weil es regelmäßig von Weltraumspaziergängen und Campieren auf dem Mars unterbrochen wird."
"Ich habe schon lange nicht mehr... Ach so, der alte Scherz. Ja, natürlich, ich halte mir die Erinnerung an die Weite der Marswüsten frisch durch regelmäßiges Erzählen meiner Jugenderinnerungen. Alles klar. Aber zurück zu Walli. Wie heißt er denn richtig? Vermutlich wäre er froh, wenn Sie ihn bei seinem richtigen Vornamen nennen."
"Wabbi Wolli ist sein richtiger Name. Alle nennen ihn so."
"Das ist kein Beweis. Fragen Sie ihn mal. Und falls seine Eltern tatsächlich so pervers gewesen sein sollten, fragen Sie ihn, wie er genannt werden möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er den Namen gerne hört. Mir kommt ja sogar auf 20000 Kilometer Entfernung eine Gänsehaut, wenn ich das nur höre."
"Ich kannte Sie bisher gar nicht so feinfühlig."
"Tja, die Liebe, junge Frau, die Liebe. Moment, ich sehe, dass ich zu meinem Date muss. Eine schöne Frau soll man nicht warten lassen und ich muss mich noch rasieren. Seien Sie also nett zu Ihrem Assistenten!"

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