Samstag, 27. Februar 2016

Peter Modler: Das Arroganz-Prinzip - So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf

Dieses Buch hatte man mir mehrfach wärmstens empfohlen, also habe ich es nun endlich gelesen. Das Gute an dem Buch: Hier wird Körpersprache richtig anschaulich gemacht mit konkreten Fallstudien aus dem Berufsleben. Nach meiner Erfahrung keine Sonderfälle, sondern leider normaler Alltag. Im Berufsleben ist der Ellenbogen immer mit dabei.

Was mich stört an diesem Buch ist aber, dass es das Selbstverständlichste vergisst zu erwähnen. Diese körperbetonten Revierkampftechniken eignen sich nur für den Einsatz in einem einzigen Spezialfall: Wenn eine Frau einen höheren Rang als ein Mann hat und sich gegen ihn durchsetzen muss. Dann hat sie nämlich ein Recht auf solches Benehmen. Dann darf sie ihr Revier einfordern und auch die Unterwerfung des frechen Männchens.
Diese Tipps sind aber nicht geeignet für:
  • entspannten Small Talk und
  • Situationen, in denen die Frau mal ausnahmsweise nicht den höheren Status hat.
Frau sollte nicht unnötig einen Krieg vom Zaun brechen, und das tut sie, wenn sie herum rempelt.

Da in unserer Gesellschaft Frauen selbstverständlich den niedrigeren Status haben, sogar unter Ranggleichen und insbesondere unter fremden Männern, wird Machtgehabe von Frauen von den anderen dann als völlig unangemessen empfunden, weil es nicht zum erwarteten Verhalten passt. Natürlich sind wir nicht auf der Welt, um jederzeit jedermanns Erwartungen zu erfüllen. Aber wenn frau sich in eine Gruppe neu integrieren will oder locker Kontakte auf einer Konferenz knüpft, dann wäre es schon irgendwie hilfreich. Sonst gibt's nämlich keine Integration und keine konstruktiven Kontakte, sondern Aversion und einen schlechten Ruf. "Die ist zickig", auch wenn sie nichts anderes gemacht hat als ein Mann auch tun würde. Nach meiner Erfahrung kommt es noch nicht mal gut an, wenn ich als Frau beim Small Talk Gemeinsamkeiten mit meinem männlichen Gegenüber aufdecke. Da geht er gleich auf Distanz, verbal und non-verbal, tritt buchstäblich einen Schritt zurück und erklärt mir, dass das was ich tue, nicht dasselbe sei wie das, was er tut. Die Männer wollen uns einfach nicht gleichberechtigt. Da sträubt sich ihnen alles, insbesondere das Nackenhaar. Nur als Sekretärin oder Praktikantin sind wir ihnen recht. Alles andere verwirrt sie. Und wer ein Raubtier verwirrt, die hat ein Problem.

Ein Roman in 3 Tagen: und???

Eigentlich sollte der Roman inzwischen fertig sein. In Jennys Blog liest man allerdings immer noch nur von den Vorbereitungen. Wie ging das Experiment aus?? Hat hier die Göttin der Prokrastination mal wieder zugeschlagen?

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